Unser Tagesablauf
... Aber für die Entwicklung eines Kindes sind wiederkehrende Rituale und strukturierte Tagesabläufe wichtig. Dabei nimmt das gemeinsame Essen eine wichtige Funktion im Tagesablauf ein. Ich versuche einen Rahmen mit festen Zeiten und Strukturen einzuhalten und den Kindern mitzugeben:
Gegen 7.00 Uhr
Bis 8.30 Uhr
Um ca. 9.00 Uhr
Gegen 11.30 Uhr
Gegen 13.30 Uhr
Rund ums Essen
Zur gesunden Entwicklung eines Kindes trägt auch eine ausgewogene Ernährung bei. Ich setze auf frische, gesunde und abwechslungsreiche Kost. Ich achte während des gesamten Tages auf ausreichendes Trinken meiner Tagespflegekinder. Für das zweite Frühstück bringen die Eltern „reihum“ etwas mit. Jedes Kind (mit seinen Eltern) hat bei mir einen festen „Frühstück – Mitbring‘ – Tag“. An diesem Tag dürfen die Kinder das Frühstück für alle mitbringen – natürlich auch gesund, frisch und lecker, dazu gehört zum Beispiel Käse, Obst, Waffeln, Brote, Würstchen oder Joghurt.
Die täglichen Mittagsmahlzeiten werden frisch von mir zubereitet. Die Zutaten kaufe ich in örtlichen Supermärkten ein.
Die Mittagsmahlzeit habe ich entweder schon morgens vorbereitet oder ich koche zusammen mit den Tagespflegkindern in der Küche. Für das Essen kann sich das Kind die Zeit nehmen, die es braucht. Dabei lernt es spielerisch verschiedene Zutaten und Geschmacksrichtungen kennen – auf diese Weise wird die natürliche Neugier des Kindes geweckt und es entwickelt Spaß am Essen. Ich gebe allen Kindern das Recht, selbst zu entscheiden, was und wieviel sie essen und trinken möchten.
Wenn ein Kind aus gesundheitlichen Gründen eine besondere Ernährung braucht oder die Eltern Wünsche bezüglich der Ernährung haben, werde ich die Ansprüche nach vorheriger Absprache, soweit es mir möglich ist, beachten. An Geburtstagen oder zu besonderen Anlässen (wie z.B. Nikolaus, Fasching oder der Wechsel in den Kindergarten) gibt es bei mir auch mal „ungesundes“ Essen. Natürlich immer in Maßen und nach Rücksprache mit den Eltern.
Pädagogisches Leitbild
Pädagogische Umsetzung des gesetzlichen Förderauftrags
Ich beobachte und ermutige meine Tagespflegekinder und kann darauf aufbauend weitere Anregungen oder Hilfestellungen zu bieten im Sinne von „ich helfe dir, es selbst zu tun“ (Maria Montessori). Kinder benötigen eine gute Spielumgebung je nach Alter, Entwicklungsstand und Lebenssituation sowie Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. So gibt es zum Beispiel spezielles Pikler Spielzeug (siehe Foto, nach Emmi Pikler), welches das aktive freie Spiel unterstützt. Auch Bauklötze, Tücher oder Bälle bieten vielfältige Möglichkeiten und Raum für eigene Ideen: „Alles, was eher groß als klein, nicht zu schwer und eher beweglich und veränderbar als starr ist, lädt Kleinkinder zum gemeinsamen Handeln ein. Alltagsmaterialien wie Pappkartons, Plastikwannen und große Papprollen werden in der Kleinkindgruppe zu wahren Kommunikationsförderern mit hohem Spiel- und Anregungswert“
Diese Kommunikation zwischen meinen Tagespflegekindern im freien Spiel, aber auch zwischen mir und meinen Tagespflegekindern ist von enormer Bedeutung. Bei vielen alltägliche Aufgaben, wie dem Essen geben oder dem An- und Ausziehen in Verbindung mit dem Wickeln, komme ich meinen Tagespflegekindern sehr nahe. Diese Zeit nutze ich aktiv für einen von Respekt und Vertrauen geprägten Umgang und für die Kommunikation. Ich spreche meine Tagespflegekinder direkt an, gebe Erklärungen und beziehe sie in meine täglichen Aufgaben mit ein. Besonders bei dem Wickeln gehört meinem Tagespflegekind die volle Aufmerksamkeit durch Mimik, Gestik und natürlich sprachliche Begleitung. Ich unterstütze meine Tagespflegekinder liebevoll und kompetent in ihrer Entwicklung und Selbstverwirklichung. Mein Respekt gegenüber meinen Tagespflegkindern erfordert es daher, die eigenständige Entwicklung des Kindes je nach Alter, Bedürfnissen und Lebensumständen aktiv zu begleiten und zu unterstützen, jedoch nicht einzugreifen.